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Neun DDR-Meister-Titel und drei Schach-Olympiaden

29.07.2010- Autor: Albrecht Beer

SCHACH: DDR-Frauenmeisterin 1974, 1976 und 1977 / 13 Gewinnpartien und 16 Unentschieden

Petra Feibert, Magister der Philosophie und Internationale Schachmeisterin, ist nach einer schweren Erkrankung am 18. Juli 2010 in Pirmasens aus dem Leben geschieden.

Die am 11. Juni 1958 in Gera geborene Petra Feustel erlernte im Alter von sieben Jahren von ihrem Vater die Grundregeln des Schachspiels. Als Zehnjährige wurde sie Mitglied der BSG Lokomotive Gera. Unter Anleitung und Betreuung ihres Übungsleiters Albrecht Beer, der mit ihr individuell trainierte, erreichte das talentierte und fleißige Mädchen schnell große sportliche Erfolge.

Sie wurde zweimal DDR-Schülermeisterin und gewann viermal die DDR-Jugendmeisterschaft. 1974 in Potsdam, 1976 in Gröditz und 1977 in Frankfurt/Oder erkämpfte sie den DDR-Meistertitel bei den Frauen.

Ab 1974 spielte sie unter Schwerpunkttrainer Heinz Rätsch für die Schachgemeinschaft Leipzig in der Sonderliga der Männer, gemeinsam mit den Schach-Großmeistern und mehrfachen DDR-Meistern Rainer Knaak und Lothar Vogt. 1978 wurde Petra Feustel vom Weltschachverband FIDE der Titel „Internationale Schachmeisterin“ (WIM) verliehen. Infolge des Beschlusses des Bundesvorstandes des Deutschen Turn- und Sportbundes (DTSB) der DDR, Schach zu den „weniger geförderten Sportarten“ zu degradieren, gab es für die ehrgeizige junge Schachmeisterin keine reelle Chance, auf dem Weg zur Weltspitze weiter voranzukommen.

1979 wurde Petra Feustel bei einer „versuchten Republikflucht“ verhaftet. Nach dem Freikauf durch die BRD kam sie 1980 nach Mannheim, wo sie Germanistik und Philosophie studierte. Für die Bundesrepublik Deutschland startete sie erfolgreich bei drei Schach-Olympiaden: 1982 in Luzern (Schweiz), 1984 in Thessaloniki (Griechenland) und 1986 in Dubai (Vereinigte Arabische Emirate). In ihren dabei gespielten 35 Partien erkämpfte sie 21,0 Punkte – 13 Siege und 16 Unentschieden bei nur sechs Niederlagen.

1984 und 1985 wurde sie Meisterin der Bundesrepublik Deutschland im Blitzschach. Ihre bedeutendsten Einzelerfolge waren jedoch Rang sieben beim Interzonenturnier zur Schach-Weltmeisterschaft der Frauen 1978 in Tblissi (Georgien) und Platz fünf beim Interzonenturnier 1985 in Bad Lauterberg (BRD). Als ihre höchste internationale Wertungszahl (FIDE-Rating) sind 2250 ELO-Punkte notiert.

1992 heiratete sie FIDE-Meister Fred Feibert (fünffacher Landesmeister von Rheinland-Pfalz). Petra Feibert – dreimalige Pfalz-Meisterin, auch 2010 – lebte seit einigen Jahren mit ihrer Familie in Pirmasens. Sie war zuletzt Mitglied im Post-Sportverein Neustadt an der Weinstraße.
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Albrecht Beer, Ehrenvorsitzender Förderverein SCHACH Gera e.V. (FSG)
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